📊 Ein Jahr in Zahlen:
🌱 127 Flächen in 14 Kantonen
🐝 36 Landwirtschaftsbetriebe, 6 Gemeinden/Organisationen & 4 Private
📍 48 Vor-Ort-Beratungen
🤝 5 Kurse & Anlässe

Blütenmeer statt «grüne Wüsten»
Im Sommer ist das Blütenangebot oft knapp, da viele Wiesen bereits gemäht sind. Deshalb wurden 2025 vermehrt mehrjährige Nützlingsstreifen angelegt und Wiesen aufgewertet. Extensiv bewirtschaftete Flächen sind artenreicher und bieten Lebensraum für Wildbienen. Magerwiesen sind im Schweizer Mittelland selten geworden und lassen sich oft nicht allein durch Umstellung wiederherstellen – hier hilft eine Neuansaat. Beratung ist dabei entscheidend: 2024 fanden 48 Vor-Ort-Beratungen statt, um geeignete Flächen, Vorbereitung und Aussaat zu klären.
«Landwirt:innen wollen wissen, welche Fläche sich eignet, wie man den Boden vorbereitet, welche Maschinen für die Aussaat sinnvoll sind. Gerade bei komplexeren Fragen zur Standortwahl und welche Flächentypen sich für den Betrieb eignen, ist es hilfreich, die Flächen gemeinsam vor Ort zu bestimmen», erklärt Marius Fischer, Berater des Blühflächenprogramms.
Hecken als Lebensadern
Auch Hecken wurden 2025 gepflanzt. In den Regionen Aargau und Zürich entstanden gemeinsam mit IP-Suisse und Hiestand 500 Meter, schweizweit sogar über einen Kilometer.
Hecken sind wertvolle Lebensräume und «Snack-Ecken» für viele Tierarten. Bei der Planung achtet Fischer darauf, dass sie sowohl ökologisch sinnvoll sind, als auch in den Betriebsablauf passen. «Die Hecke darf nicht im Weg sein», sagt er. «Sie soll der Landschaft Struktur geben und idealerweise verschiedene Lebensräume miteinander verbinden».
Ebenso wichtig ist die Auswahl der Pflanzen. Ziel ist es, dass über die ganze Saison etwas blüht. Dornensträucher wie Schwarzdorn, Weissdorn oder Wildrosen sind ebenfalls wichtig. Sie bieten neben Pollen und Nektar auch Unterschlupf für Vögel.
«Sandkästen» für Wildbienen»
Ein weiteres Highlight waren Sandlinsen, künstlich angelegte offene Bodenflächen aus feinem Natursand. Etwa 75% der Wildbienenarten in der Schweiz nisten im Boden, doch geeignete Nistplätze sind selten geworden. Gemeinsam mit Partnern wie Ricola und IP-Suisse entstanden im vergangenen Jahr 24 solche Sandlinsen. «Das Wichtigste ist, dass diese Bodenstellen wirklich offen bleiben», erklärt Fischer.
Seine Empfehlung: «Sobald man etwas Grünes sieht, sollte man es entfernen. Wartet man zu lange, könnten beim Entfernen der Pflanzen die Nistgänge der Wildbienen beschädigt werden.»
Gemeinsam für die Bestäuber
Trotzdem überwiegen für den Berater die positiven Momente. Besonders gerne erinnert er sich an den Austausch mit den Flächenbesitzenden vor Ort – umso mehr, wenn die neu angelegten Blühflächen bereits blühen.
Ein weiteres Highlight war der Heckentag im November 2025, bei dem auf drei Landwirtschaftsbetrieben gemeinsam mit vielen
Freiwilligen neue Hecken gepflanzt wurden. «Es war schön zu erleben, wie es allen Freude bereitete, gemeinsam etwas für die Bestäuber und die Biodiversität umzusetzen.»
Gemeinsam für eine blühende Zukunft
Auch in diesem Jahr schafft BienenSchweiz wieder neue Lebensräume für Bienen und unterstützt durch fachliche Beratung die Umsetzung neuer Flächen. Mit Ihrer Spende an die Stiftung für die Bienen können wir 2025 noch mehr erreichen! Lassen Sie uns gemeinsam eine Zukunft schaffen, in der Wildbienen, Schmetterlinge und andere Bestäuber genügend Nahrung und geschützte Nistplätze finden.
